Montag, 17. August 2020

Taucher

Wenn die Nacht am tiefsten ist
Die Dunkelheit mein Gesicht verschluckt
Kriechen aus dem Nichts
Wünsche, Fantasien und Liebe empor.

Mittwoch, 10. Juli 2019

Ein Niesen


Wie ich aus dem Fenster blickend nichtsnutzigen Gedanken nachhänge, angele ich apathisch eine Pommes nach der anderen aus der auf dem Tisch stehenden Tüte und schiebe sie unentwegt in den Mund. Kurz stoppe ich, drehe eine Pommes in der Hand und betrachte sie. Dabei frage mich, weshalb kalte Pommes einfach unappetitlich schmecken. Zu meinem Ärger entdecke ich zu spät beim Rausangeln einer Serviette aus der To-Go-Tüte, dass das Ketchup-Päckchen sich unter den Servietten versteckt hat. In Gedanken entschuldige ich mich bei der Fast-Food-Bedienung, die ich noch vor 20 Minuten innerlich verflucht habe, in der falschen Annahme, dass sie vergessen hatte, mir Ketchup einzupacken. Mit diesem auch nicht besonders gut schmeckenden Matsch wären die kärglichen Pommes, die mein Mittagessen darstellen, auch kaum aufgepeppter gewesen. Für die wenig Restlichen lohnt es sich nicht mehr, die Ketchup-Tüte aufzureißen, wenn ich mehr als die Hälfte eh wegschmeiße. Da immer schlechtere Zeiten in dervZukunft anbrechen könnten, bei denen ich etwas zähflüssigen Ketchup gebrauchen könnte.

Mittwoch, 24. April 2019

Wenn und Abers


Welch eine Fügung, dass Du existierst.
Nicht nur irgendwo in der Wüste Gobi
oder fernab eingeschneit in der Nähe des Ural-Gebirges,
sondern hier.

Du hast es geschafft,
die Komplexität des Lebens herunter zu brechen
auf die Realität eines kleinen Mikrokosmos,
in dem ich gerne zu Besuch bin.

Die Tragik ist, dass ich Dich mehr mag
als ich es sollte.
So irre ich durch die alltäglichen Labyrinthe.
Fürchte, dass wenn ich keinen Pfad Dir finde,
ich mich verliere.

Denk an mich,
damit ich mich nicht mit Wenn und Abers quäle.

Freitag, 16. November 2018

Morgendlicher Monolog


Die Wärme seines Körpers weckt mich. Das Licht durchdringt die kleinen Schlitze des Rollladens und ich versuche mich zu orientieren. Anscheinend liegt mein Körper in der Horizontalen und das mag er nicht, er ist nur ausgeruht, wenn all seine Gliedmaßen in unterschiedliche Himmelsrichtungen zeigen darf. Das ist auch der Grund, weshalb sich nicht das Gefühl des Ausgeschlafenseins in mir breit macht. Dennoch sehe ich keinen Sinn darin nochmal einschlafen zu wollen. Vielmehr ist mir daran gelegen zu verschwinden, bevor der Mensch neben mir wach wird. Die letzten Male waren - obwohl, eigentlich war es jeder Morgen – etwas merkwürdig zwischen uns. Die Vertrautheit des Abends und das übereinander Herfallens des nachts scheinen dann nie stattgefunden zu haben. Unvorstellbar, dass dieser schlafende Mensch zusätzlich der häufige Auslöser meines gestrigen Lachens war.

Dienstag, 3. Juli 2018

Split

It's just another goodbye
To a random person
Who crossed my way

I just want to burn every moment of us
Down
Memories are the hell
The result of just few seconds of being together
In a life time
Flee to feel alive
To decorate the fear of mine

No vision of dreams about you
Came true for me
Only pain is accompanying 
I'm drowning in you

Being split when you went away
Reachless 
You are there and i'm far away 
From your heart

Dienstag, 8. Mai 2018

Sinnvolles Verlorengehen

Desillusionierende Gedanken
Zermahlen mich zu Staub.

Zunächst erschien es als
Vernichtend, demoralisierend und trostlos.
Nun – ganz so schlimm ist es nicht.

Mit der Nichtwerdung
Ließ der Sog der verbindlichen Verpflichtungen nach,
Sorgen und Ängste verstreuten sich,
so wie auch ich in entschiedener Gleichgültigkeit abhanden komme.

Dienstag, 20. März 2018

Squaring of the Circle

Accurately excavating miles away from
cacophony instead of harsh discordance of sound
Turn out to prefering a total lack of organization
in place of chaos, disharmony, disorder, confusion

Achieve one's aim which is ambitious as crucial
To be obsessed about an idea
Wherfore
How for
Without the lesson learned

But it is obvious
It is apparent
Evident

However the circle were not effectivley fulfilled
The other way round there will be no discovery of the square

And if they really get involved
in the field and learn
enthusiasm is generated
that is the real purpose of collecting art.

Achieve one's aim which is ambitious as crucial
To be obsessed about an idea
Wherfore
How for
Without the lesson learned

And if they really get involved
in the field and learn
enthusiasm is generated
that is the real purpose of collecting art.

Sonntag, 28. Januar 2018

Kranich 2018

Was wäre der Mensch ohne schöne Traditionen.
Für den Jahreswechsel habe ich eine neue entwickelt, um die ewigen Vorsätzekreis zu durchbrechen, der nie etwas gebracht hat. Dennoch ohne Gedanken wollte ich weder das eine Jahr beenden, noch das andere beginnen. So schriebe ich mir Briefe für 2017 sowie 2018 und verbrannte sie in Form von Kranichen in der Silvesternacht.

Geschenkt

Dialoge, Berührungen, Sex und Witz – geschenkt.

Alles könnte so kunterbunt wundervoll sein,
doch da kracht Deine Realität gegen meine.

Deine Wahrheit schießt Pfeile in meine Magengegend.
Ich verzweifle und hoffe, dass Du Dich auflöst, weil Du mir die Luft zum Atmen raubst.

Zum Ersten – weil Du für mich kurzum gegenwärtig die Welt bedeutest.
Zum Zweiten – weil Du nicht beabsichtigt dieser Welt eine Berechtigung zu geben.

Zu guter Letzt bleibt nur abzuwarten, wer wem zuerst überdrüssig wird.
Doch vielleicht wartet an diesem Ende der Welt noch eine unbeschwerte Auflösung.

Mittwoch, 17. Januar 2018

Premiumwanderweg: RheinBurgenWeg "Baumgeistertour"

Das hübsche Rheingau hat einen Wanderschatz, nämlich die Baumgeistertour. Die 77 von 100 Erlebnispunkte des Deutschen Wanderinstitutes e.V. hat der Weg allemal verdient.

Baumgeist mit langen Bart
Der Rundkurs beherbergt auf seinen 16,7 km eine Vielzahl an kleinen und größeren Attraktionen, die den Wanderer zum Stehenbleiben und Entdecken bewegen. Der größte Teil des Weges führt durch den Bingener Wald, der zu den Hängen am Rhein führt, um dann durch ein schönes Tal hinauf zu grünen Weideflächen führt.

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Gleithörnchen

Gewagt hinaus aus der Tür.
Die nächste Böe erwischt.
Erlöst jauchzend durch den Raum wirbeln.
Wenn –
Wenn die Einschüchterungsversuche
Der Flugangst nicht wären.

Jetzt oder nie.
Sonst bleiben die Füße
Für immer am Boden.
Kein Vogel will ich werden
Dennoch ein Gleithörnchen kann doch
Jeder sein?

Alle Habseligkeiten
Zusammen geklaubt.
Sich den Gedanken
Hinwenden.
Zu guter Letzt
Sich zusammen nehmen.

Ein letztes Mal Luft holen.
Fallen lassen
Alles was bleibt ist der Gegenwind.
Seitenwind.
Honoriere nur den Rückenwind

Um schwebend dahinzugleiten.

Auf Schienen

Erwartungsvoll und neugierig
Wartet alles auf den roten Wurm.
Endlich eingefahren. Halt!
Lässt er mit piependen Getöse
Einen jeden
Einsteigen.

Einsatzbereit mit oftmaliger Verspätung
Startet
Die Stadtrundfahrt
Der Weg zur Arbeit
Das Abenteuer
Die Heimfahrt

Welch eine Gestalt
Knabbert dort im Anzug einen ganzen trockenen Laib Brot?
Schläft im Bademantel und Hausschuhen volltrunken in der Bahn?
Führt Gespräche mit sich selbst und spielt mit seinem Ding zwischen den Beinen?
Transportiert seinen gesamten Hausrat?
Hat vergessen vor dem Einsieg seinen Gelben Sack in den Müllraum seines Heimes zu versenken?
Begutachtet sein Gebiss?
Surft zwischen den Sitzen?
Blickt weinend in die Ferne der Fenster?

Ein jeder kann alles sein.
Denn dort sind alle gleich.

Jenseits der 1. Klasse.

Freitag, 12. August 2016

#mypillstory

Ein bisschen Empörung und ein Aufschrei sollte durch die Gesellschaft gehen. So wird die weibliche Bevölkerung mir nichts, dir nichts mit einem Medikament vollgepumpt, das seit den 1960 erfolgreich unerwünschte Reproduktion verhindern soll.

Die Grundidee dahinter ist ganz nett, dass ein Pillchen verhindert, dass Frauen ungewollt schwanger werden. Dennoch sind nach 50 Jahren Anwendung die meisten Nebenwirkungen so gut wie unbekannt (Was natürlich auch daran liegt, dass einem Großteil der Bevölkerung auch etwas egal ist, was sie sich jeden Tag reinpfeift).

Donnerstag, 4. August 2016

Earth Overshoot Day 2016 - Erdüberlasungstag 2016

Die Erde ist erschöpft - jedes Jahr aufs Neue bevor das Kalenderjahr überhaupt vorüber ist.

Die Menschleins sind am Burning Out der Erde verantwortlich und verbrauchen die Kapazität der globalen Ressourcen noch vor Ablauf des Kalenderjahres. 

Was ist der Earth Overshoot Day?
Die Menschheit verbrauchte bis zum 8. August 2016 so viel von der Natur, wie der Planet im ganzen Jahr regenerieren kann.

Der Overshoot Day wird von der internationalen Forschungsorganisation Global Footprint Network gesetzt. Auf Grundlage von globalen Ressourcendaten errechnet das Forschungsteam den Overshoot Day, an dem die menschliche Nachfrage an natürlichen Ressourcen das Produktionsvermögen des Planeten übersteigt.

Mittwoch, 20. Juli 2016

Barfuß gehen

Barfuß zum Weltrekord
Der Äthiopier Abebe Bikila gewann 1960 den Marathon bei den olympischen Spielen in Rom ohne Schuhe. Er war damit nicht nur der erste siegende Marathoni aus einem schwarzafrikanischen Land, sondern auch der erste der mit nackten Füßen einen neuen Weltrekord aufstellte.

Ganz im Gegensatz dazu steht die Schuhindustrie, die uns gesunde, leistungsfähige Füße verspricht, wenn man nur die richtige Fußbekleidung trägt. Bikila zeigte mit seinem Marathonsieg, dass der menschliche Körper keine Laufhilfen benötigt. Immerhin hat er es auch Jahrtausende ohne Schuhe ausgehalten.

Montag, 18. Juli 2016

Premiumwanderweg: WispertalSteig

Der WispertalSteig ist ein 15km langer abwechslungsreicher Rundkurs bei Lorch im Rheingau.

Startpunkte
Startpunkt ist das Luftkurörtchen Espenschied, das zur Stadt Lorch gehört und auf 404m Höhe liegt. Kraxelt man auf dem ersten Teilstück den Berg hinauf, bietet sich eine phänomenale Aussicht auf das Wispertal:


Mittwoch, 6. Juli 2016

11 Tipps, um Deinen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren


Saisonkalender
  1. Regio-saisonales Gemüse und Obst essen. Hier geht es zum Saisonkalender der Verbraucherzentrale, der auch die Klimabelastung des Anbaus anzeigt (Klick)
  2. Keine oder wenige Tiefkühlprodukte kaufen. Die Nahrungsmittelindustrie muss per Gesetz gewährleisten, dass eine ununterbrochende Kühlkette der Produkte auf dem gesamten Weg von der Produktionsstätte bis zum Supermarkt besteht. Die ständige Kühlung ist sehr energieaufwendig.
  3. Biohersteller und -produkte durch den Einkauf fördern. Nicht immer sind die Produkte teurer. Vor allem, wenn ihr Euch an einen Saisonkalender haltet, werdet ihr merken, dass das Gemüse günstiger ist. Zudem gilt ja auch Qualität vor Quantität ;) Das hilft zusätzlich, nicht zu viele Nahrungsmittel zu kaufen, die dann gammelig im Müll landen.

Freitag, 1. Juli 2016

Grüne Soße: Wie kleines Budget großen Hunger stillt


Die Familie kommt zu Besuch!!!

Wie immer wird es ein Großevent mit sechs Personen und es ploppen die üblichen verdächtigen Frage auf:
  • Was kann allen schmecken?
  • Welches Gericht geht schnell?
  • Welches Menü überstrapaziert nicht meinen Geldbeutel?
  • Welche Gerichten überfordern nicht mein kleines zwei-Personen-Sammelsurium an Küchenutensilien?
Meine Wahl fiel auf eine Mischung aus heiß/kalten Speisen. Der Vorteil bei kalten Speisen ist, dass sie zügig vorbereitet werden können. 

Mittwoch, 29. Juni 2016

Lemon Curd Törtchen - ein fruchtiger Sommertraum

Sommer, Sonne und warme Abende. Diese erfrischend fruchtigen Törtchen sollten dabei nicht fehlen.

Lemon Curd ist eine britische Zitronencreme, die ich erst letztens in Irland entdeckt habe. Da mein aus dem Urlaub mitgebrachtes Glas viel zu schnell leer war, brauchte ich einen Grund Lemon Curd selbst herzustellen. Die nächste von mir ausgesprochene Essenseinladung war nicht fern, bei dem ich direkt das Rezept für den Lemon Curd Nachtisch ausprobierte. 

Samstag, 25. Juni 2016

Roadtrip durch den Südwesten Irlands

Healy Pass auf der Halbinsel Beara

In diesem Beitrag bekommt ihr einen schönen knackigen Abriss des Irland-Roadtrips mit ein paar ausgewählten hübschen Bildern! Die 11tägige Tour mit den Mietwagen ging durch den zauberhaften Südwesten Irlands.


Fahrt von Dublin nach Cork, Stopp in Cashel/Rock of Cashel

Gelandet sind wir an einem regnerischen Samstag Morgen. Die Enttäuschung hielt sich in Grenzen, wir hatten uns ja bewusst für ein verregnetes Urlaubsziel entschieden.